Die Werkzeuglandschaft erweckt den Eindruck, ohne Abonnement gehe nichts. Das stimmt nicht – jedenfalls nicht am Anfang.
Was kostenlos vollständig geht
Die eigenen Daten
Search Console und Bing Webmaster Tools zeigen, für welche Suchanfragen eine Website erscheint, wie oft, auf welcher Position und wie oft geklickt wird. Dazu Indexierungsstatus, technische Fehler und das eigene Verweisprofil.
Diese Daten sind bezahlten Werkzeugen überlegen, weil sie nicht geschätzt sind. Sie kommen von der Suchmaschine selbst.
Die technische Bestandsaufnahme
Ein Desktop-Crawler analysiert in der kostenlosen Fassung typischerweise einige hundert URLs. Für eine Unternehmenswebsite mit fünfzig Seiten ist das die vollständige Analyse – nicht ein Ausschnitt.
Ladezeit, strukturierte Daten, mobile Darstellung
Für alle drei Bereiche stellen die Suchmaschinen kostenfreie Prüfwerkzeuge bereit, die dieselben Daten nutzen wie die kostenpflichtigen Anbieter – Letztere fassen sie nur bequemer zusammen.
Wo die Grenze verläuft
Beim Wettbewerb. Wofür rankt ein Mitbewerber? Woher kommen dessen Verweise? Wie hat sich dessen Sichtbarkeit entwickelt? All das erfordert einen eigenen, laufend gepflegten Datenbestand über fremde Websites – und den unterhält niemand kostenlos.
Zweite Grenze: Automatisierung. Kostenlose Werkzeuge muss jemand bedienen. Wer täglich überwachen will, ohne täglich hinzusehen, braucht einen Dienst, der Alarm schlägt.
Ein pragmatischer Weg
- Search Console einrichten und drei Monate lang wöchentlich hineinsehen.
- Einen Desktop-Crawler laufen lassen und die Befunde abarbeiten.
- Notieren, welche Frage sich mit den vorhandenen Mitteln nicht beantworten ließ.
- Nach drei Monaten steht auf dieser Liste, welches Werkzeug tatsächlich fehlt.
Das ist fast immer günstiger als eine Plattform, von der achtzig Prozent ungenutzt bleiben – und die Liste ist ein besseres Auswahlkriterium als jeder Vergleichsartikel.